Susan Sarandon, die prominente Hollywood-Schauspielerin und Star des berühmten Films „Thelma & Louise“, berichtete kürzlich beim Filmfestival von Venedig über die Folgen ihrer Kritik am Gaza-Krieg und der Unterstützung der Vereinigten Staaten für Israel. Sie sagte dazu: "Ich habe viele Rollen wegen meiner Positionen verloren, und das ist eine bittere Realität, mit der ich konfrontiert bin."
Änderung der Erzählung und Druck der Filmindustrie
Bei einer Pressekonferenz, die im Rahmen der Vorführung des Films „Echo Chamber“ stattfand, erklärte Sarandon, dass sich die „Erzählung“ über den Gaza-Krieg und die Unterstützung der Vereinigten Staaten für Israel stark verändert habe und die Menschen derzeit mehr Informationen zu diesem Thema hätten. Sie betonte, dass immer noch einige Agenturen Regisseure und Produzenten warnen, von einer Zusammenarbeit mit ihr abzusehen, da ihre Positionen negative Auswirkungen auf deren Projekte haben könnten.
Sarandon wies darauf hin, dass die „strukturelle Macht“ in Hollywood weiterhin Einfluss auf diese Positionen hat, und sagte: "Es gibt Veränderungen im öffentlichen Verständnis der Situation, aber in der Filmindustrie bestehen immer noch starke Positionen, die von Zionisten aufrechterhalten werden."
Vorreiterin in der Unterstützung Palästinas
Die Oscar-prämierte Schauspielerin hat sich ebenfalls der Unterstützergruppe für Palästina in Hollywood angeschlossen und kritisiert den Gaza-Krieg. Zusammen mit anderen prominenten Künstlern wie Mark Ruffalo und Richard Gere zählt sie zu den Hauptstimmen der Kritik in diesem Bereich. Laut den vorgelegten Statistiken hat der Gaza-Krieg seit Oktober ۲۰۲۳ etwa ۷۳.۵۰۰ Palästinenser das Leben gekostet und rund ۱۷۴.۵۰۰ weitere verletzt.
Der Film „Naza“, der sich mit dem Thema der Tötung von Zivilisten in Gaza beschäftigt und von zwei israelischen Regisseuren produziert wurde, wird voraussichtlich einer der aufregendsten Momente des Filmfestivals von Venedig sein. Dieser Film wurde von Regisseuren gedreht, die den Oscar ۲۰۲۴ gewonnen haben, und es wird erwartet, dass er viele Reaktionen hervorrufen wird.
Sarandon hat sich auch für ihre Äußerungen über die Geschichte der Juden und die Ungerechtigkeiten, die ihnen widerfahren sind, entschuldigt und erklärt, dass die Wahl ihrer Worte ein "schrecklicher Fehler" gewesen sei.