Eine äußerst verheerende Katastrophe an der Grenze zwischen Nepal und China hat mindestens ۱.۳۷۲ Menschen das Leben gekostet und über ۵.۵۰۰ Menschen werden vermisst. Dennoch entstehen inmitten dieser Dunkelheit auch Hoffnungen.
Rettungsherausforderungen
Während die Such- und Rettungsaktionen fortgesetzt werden, erschweren geografische Bedingungen, schlechtes Wetter und fehlende Kommunikation die Arbeit der Rettungskräfte. Der Energieminister Nepals hat erklärt, dass die Suche in den Tunneln der Wasserkraftwerke weiterhin andauert und man hofft, dass dort über ۱۰۰ Arbeiter lebendig sind.
Am Samstag wurden ein chinesischer Mann und eine ۶۴-jährige nepalesische Frau aus den Trümmern gerettet. Diese Rettungen haben laut dem Premierminister Nepals "Hoffnung für die gesamte Nation" gebracht.
Ausblick auf die Zukunft
Der Außenminister Nepals hat diese Katastrophe als "Himalaya-Tsunami" bezeichnet und gewarnt, dass die Wiederaufbaukosten in die Milliarden Dollar gehen könnten. Die Vereinten Nationen haben ebenfalls auf die Ausmaße der Zerstörung hingewiesen und eine Hilfsaktion in Höhe von ۵۰ Millionen Dollar angekündigt, um über ۸۴.۰۰۰ Menschen zu unterstützen.
Während die Kühlhäuser voll sind, sieht sich Nepal gezwungen, Hunderte von Leichnamen in Massengräbern zu beerdigen. Bislang wurden nur etwa ۱۰۰ Leichname identifiziert und an die Familien übergeben. Das Land wird am Montag, ۱۳ Tage nach der Katastrophe, einen nationalen Trauertag abhalten.
Obwohl die genaue Ursache des Gletscherrückgangs unklar ist, haben die klimatischen Veränderungen das schnelle Schmelzen der Gletscher weltweit verstärkt und das Risiko solcher Katastrophen erhöht. In Nepal wurden bisher ۱.۳۴۱ Leichname gefunden und etwa ۴.۹۹۶ Menschen werden vermisst, darunter etwa ۸۰۰ Ausländer.